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Übung macht den Meister: An weniger Zucker kann man sich gewöhnen!


 

Unterdessen ein Voll-Profi: Das “richtige” Joghurt-Testen kann man erlernen!

Wie ihr wisst, arbeiten wir seit Monaten gemeinsam mit zahlreichen Joghurt-Testerinnen am spannenden Zuckerreduktions-Projekt von HIRZ und LC1. Damit soll in ihren Fruchtjoghurts bis Ende 2020 insgesamt 20% Kristallzucker reduziert werden (basierend auf den Rezepturen von 2013). Das ist ein hochgestecktes Ziel, denn trotz weniger Kristallzucker sollen die Joghurts genauso fein und intensiv schmecken wie bisher. Ganz nach dem obersten Prinzip: „kristallzucker-reduziert, gleichbleibender Geschmack“.

 

Alles andere als einfach
Das Ganze tönt viel einfacher als es ist, denn eine Kristallzuckerreduktion in diesem Umfang bringt Herausforderungen mit sich und wird mit jedem weiteren Reduktionsschritt stets komplexer. Das Schwierige bei den Rezepturanpassungen liegt nämlich darin, dass jeweils eine komplett neue, stimmige Zusammensetzung entwickelt werden muss, um trotz weniger Kristallzucker keine Einbussen in Bezug auf Intensität, Geschmack und Konsistenz zu verzeichnen.

 

Was bisher geschah
Die Testresultate aus den Degustationen der letzten Monate wurden ausgewertet und dies ist das Fazit: Die Beurteilungen aus unserer Test-Community haben massgeblich dazu beigetragen, dass Fruchtjoghurts von HIRZ und LC1 bereits heute über 100 Tonnen weniger Kristallzucker beinhalten! Cool – wir sind stolz darauf, dass wir mit unseren Feedbacks den eingeschlagenen Weg der Zuckerreduktion unterstützt haben!

 

Wie geht es weiter?
Die HIRZ und LC1 Joghurt-Experten und die Yogurt Community geben sich damit noch nicht zufrieden und arbeiten gemeinsam am nächsten Ziel: nochmals 10% reduzieren so dass Ende 2020 total 20% weniger Kristallzucker bei gleichbleibendem Geschmack erreicht werden! Die Konsumentinnen und Konsumenten von heute legen grossen Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie bevorzugen Lebensmittel aus natürlichen Zutaten und möchten den Konsum von Kristallzucker reduzieren. Aber der Geschmack, der sollte trotz Zuckerreduktion gleich gut bleiben. So werden wir auch dieses Jahr innerhalb der Yogurt-Community weitere neue Rezepturen testen und in drei Testrunden weitere zuckerreduzierte Joghurts probieren und beurteilen und unsere Ergebnisse auf dem Online-Portal www.yogurt-community.ch festhalten.

Auch dieses Jahr bewerten wir stets zwei Farblinien mit je drei Joghurts mit unterschiedlichem Kristallzuckergehalt: ein Joghurt besteht aus der aktuellen Rezeptur, ein zweites ist leicht kristallzuckerreduziert und das dritte ist stark zuckerreduziert. Selbstverständlich wissen wir nicht, welches Joghurt wieviel Zucker enthält.

 

Der Vergleich ist interessant: Wo stehe ich mit meinem Geschmack im Vergleich zu den anderen?

 

Schrittweise Reduktion führt zum Erfolg
Was sich schon letztes Jahr abgezeichnet hat und wir auch von unserem eigenen Verhalten bzw. demjenigen unserer Kinder kennen: Eine schrittweise Ernährungsveränderung führt letztendlich zum Erfolg, weil man sich graduell an einen neuen Geschmack gewöhnen kann.

 

Das Geschmacksempfinden entwickelt sich laufend
Dass sich das Geschmacksempfinden über die Zeit sensibilisieren lässt, haben wir – unsere Jungs und ich – beim Testen der Joghurts selber erfahren: Die Unterschiede in den Rezepturen konnten wir von Mal zu Mal nuancierter wahrnehmen als früher. Und dies ist in der aktuellen Phase äusserst hilfreich. Denn nachdem der Kristallzucker bereits um 10% reduziert wurde, benötigen die Joghurt-Experten von HIRZ und LC1 jetzt sehr viel Fingerspitzengefühl bei der Abstimmung und Entwicklung der neuen Rezepturen. Dies widerspiegelt sich auch in den Testresultaten. In mehreren Fällen gaben die Testerinnen und Tester der aktuellen Rezeptur den Vorzug gegenüber der stark zuckerreduzierten Variante. Dies, nachdem 2016 mehrmals die stark reduzierte Variante am meisten Fans hatte. Dieses Resultat lässt vermuten, dass gar ein bisschen zu schnell zu viel Kristallzucker entnommen wurde…

 

Ein Erfahrungsbericht aus der Yogurt Community
Und nun lassen wir Patrizia, unsere engagierte Mit-Testerin und Bloggerin bei zigzagfood, über ihre Erfahrungen berichten, die sie mit dem aktuellen Test in dieser zweiten Runde gemacht hat. Ihr Erfahrungsbericht ist nicht nur spannend zu lesen, sondern gibt euch einen super Einblick, wie das Testen funktioniert:

“Unser vierter Joghurt-Geniesser-Produktetest ist schon wieder Geschichte! Dieses Mal wusste ich bereits, was mich erwartet, da ich letzte Woche an einem spannenden Workshop und Vortesting von LC1 und HIRZ dabei sein durfte. Dabei wurde der gesamte Testerprozess vorgestellt und die Joghurtproduktion durchleuchtet. HIRZ und LC1 konnten bereits schon jetzt viele Tonnen an Zucker in ihren Joghurtproduktionsstätten reduzieren. Bravo!

 

 

Ganz speziell: Patrizia testet stets mit ihren Kindern!
Die Kinder und ich geniessen die Tests und wir machen jeweils einen richtigen Event draus. Es macht grossen Spass! Dieses Mal habe ich zusätzlich zu meinen Mädels ihre kritischen Freunde zum Testen eingeladen. Also vier Kinder und meine Wenigkeit. Was rausgekommen ist: eine lange, lustige, spannende Diskussionsrunde!

Zuerst habe ich – wie bereits bei den vorherigen Tests – die Auswertungsbögen vorbereitet, die Joghurts schön platziert, die Kinder und mich mit Löffeln ausgestattet. Sie waren ganz kribbelig und wir haben mit einem Würfel die Reihenfolge der Testpersonen ausgelost. Die Joghurts sind immer nur mit einer Nummer ausgestattet. Wir wissen also weder Geschmacksrichtung, noch in welchem Joghurt der höchste bzw. der kleinste Anteil an Zucker drin ist. Je nach Zuckerzusatz muss deshalb die Früchtemenge oder eine weitere Zutat dazu gemischt werden. Das haben wir dieses Mal beobachtet.

Die blaue Linie ist dieses Mal die Sorte „Birchermüesli“. Diese Joghurtsorte ist sehr kompakt und dickflüssig. Aufgefallen ist, das in zwei Bechern wohl noch zusätzlich Ananas dazu gemischt wurde. Obwohl meine Kleinste Ananas nicht mag, war das Joghurt mit den meisten Früchten aber ihr grosser Favorit. Zusammen fanden wir, dass bei dieser Sorte der Zuckergehalt bei allen drei Joghurts noch weiter reduziert werden könnte, da das Birchermüesli doch noch recht süss war.

Die rote Linie war “Kirsche“ – passend zum roten Etikett. Wenn ich für mich selbst ein Joghurt kaufe, ist es nie Kirsche. Diese Sorte spricht mich nicht sehr an und ich finde, dass prozessierte Kirsche irgendwie künstlich schmeckt. Lustig ist, dass ich das Kirschjoghurt beim Testen doch lecker fand.

Patrizias Kinder sind unterdessen zu Profi-Tester avanciert!
Die Kinder mochten diese Sorte sehr. Obwohl eines recht sauer im „Abgang“ war, war dieses das Lieblingstestjoghurt eines Kindes und wurde nach dem Produktetest sofort weggeputzt. Wir glauben, dass dort der meiste Zucker„fehlte“ und am meisten Früchte hinzugefügt waren, da das Joghurt auch am stärksten pink gefärbt war. Die anderen zwei Joghurts waren beide sehr ähnlich und schmeckten auch.

Gesamthaft hatten wir eine ausgeglichene Kinderfraktion Birchermüesli/Kirsche am Tisch. Vier der sechs Joghurts wurden nach dem Test sofort fertig geschlemmt. Spannend war, dass die Kinder bereits beim Test kräftig “zugelangt“ haben. Wie erwachsene Tester haben sie nicht nur einen Löffel getestet, sondern den Geschmack des ersten Löffels zuerst auf dem Mund zergehen lassen, danach noch einen Löffel voll nachgeschoben und danach diskutiert. Ich wollte sehen wie sie es machen und habe ihnen vorgängig nur ganz wenige Instruktionen gegeben. In der Joghurtbewertungskurve auf dem Internet sind wir schön im Geschmacksmittelfeld. Bravo, gut gemacht liebe kleine Testerinnen und Tester! Und es war wieder einmal schön mitmachen zu dürfen!”

Auch die zweite Testerin hat die Joghurts mit ihrer Tochter ausprobiert. Ihnen passten zwei Birchermüesli-Joghurts am besten: “Ein Genuss – so richtig stückig und rund im Geschmack. Das dritte, das wir ausprobiert haben, wirkte hingegen nicht so frisch und fruchtig wie die anderen beiden.”

Anders als Patrizia liebt Nicole Kirsch-Joghurts: “*Freu* über die Sorte – ich liebe Kirsche! Auch hier wieder: Die ersten beiden waren toll fruchtig und herrlich im Geschmack. Das dritte fand ich dann überhaupt kein Gaumenschmeichler: fad, flach, fremd. Ach, du Schreck, dachte ich dann bei der Auswertung, als ich sah, dass viele diesen Becher wirklich mögen!”

Tja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Das Tollste an dieser Runde aber war: Nicoles Tochter hat für sich eine neue Sorte entdeckt – Birchermüesli!

Wie immer: Eine perfekte Test-Vorbereitung gehört dazu!
Und selbstverständlich haben auch wir getestet und insgesamt finden auch wir nach wie vor, dass generell noch etwas weniger Zucker durchaus drin liegen könnte! Nicht zuletzt, weil wir persönlich die Joghurts immer gerne selber noch “weiter entwickeln”

 

 

Ohne Joghurt geht bei uns zum Zmorge gar nichts…
Bis wir mehr über den Ausgang dieser Testrunde erfahren, danken wir unseren Mit-Testerinnen schon einmal ganz herzlich, dass sie so fleissig mitdegustieren und die Joghurts engagiert und seriös beurteilen!

Wenn ihr euch eingehender für das Thema interessiert, findet ihr auf der Kampagnen-Seite weitere Infos und die Testberichte der weiteren Bloggerinnen, die sich mit mir zusammen im Projekt engagieren. Gleichzeitig findet ihr auf den gängigen Sozialen Medien immer wieder neue Posts zu den verschiedenen Testrunden – sucht einfach nach folgenden Hashtags: #YogurtCommunity #Kristallzuckerreduktion #YogurtCommunitySwitzerland #Yogurttesting #WirTestenFürDieAngelones

 

Last but not least: Hier findet ihr unsere bisher zu diesem Test erschienenen Beiträge:

Gesunde Ernährung in der Familie: Geniessen mit Verstand
Joghurts mit weniger Kristallzucker: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier
Joghurts mit weniger Kristallzucker: Eine spannende Frage des Geschmacks

 

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Lactalis Nestlé Frischprodukte Schweiz AG entstanden. Wir danken für die zur Verfügung gestellten Testprodukte und für die Teilnahme an diesem Projekt zusammen mit unseren Leserinnen!

 

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